Wer ich so bin oder wer ich glaube, zu sein?
Schön, dass du das hier gelassen hast, denn es ist mein erster LinkedIn-Beitrag. Es war für mich eine mutige Reise, überhaupt mich hier anzumelden, denn das Gefühl, dass eine Plattform, wo ich viel schreiben kann, zu mir passt, war schon länger präsent. Doch ich hatte diesen Komplex, wirklich - sehr tiefliegenden Komplex - ich hab doch meine Cooporate-Karriere aufgegeben, alles hingeschmissen und mich auf den Weg der Selbstfindung gegeben. Was schreibe ich denn in den Lebenslauf auf LinkedIn? Das kann ich doch nicht leer lassen? Aber ich will weder zu alten Firmen noch ehemaligen Kollegen über die Plattform verbunden werden?
Das ich diesen Teil einfach leer lassen kann - auf die Idee brachte mich erst jemand viel später. Danke dafür, übrigens.
Wen interessieren die ollen Kamellen von gestern? Mich nicht, weder bei mir, noch bei anderen. Ich hab gelernt, ein neues Kapitel aufzuschlagen, das LinkedIn heißt. Mein Profil ist wahrscheinlich nicht perfekt - aber wer oder was ist das schon?!
Mein Komplex beinhaltet Burnout, (angeblich) schwere Depressionen, in einer Sackgasse, in dem ich kein Licht für den Ausweg sah. Das ist wirklich die ganz krasse Oberfläche, in der Tiefe folgt später.
Jedenfalls dachte ich: Das geht niemanden was an, sowas kann ich nicht auf einer Profi-Seite wie LinkedIn posten.
Aber hmmmm, vielleicht war das ja einfach meine vorgezogene Midlife-Crisis, die anderen mit 50, 60 haben. Vielleicht hab ich einfach so viele Brocken vor die Füße bekommen, dass beim mir eine Beschleunigung eintrat. Jetzt sehe ich es entspannt, vielleicht weil ich inzwischen weiß, dass es anderen da draußen genauso geht. Das wusste ich doch schon lange, und ich hatte so lange einen Weg gesucht, doch anstatt ihn einfach zu gehen, hab ich mich hinter versuchen versteckt, die nicht so funktionierten, wie sie sollten. Sei nicht du selbst, mit deinem Herzensbusiness, war der Ratschlag. Vielleicht ist das ja gar kein Business. Vielleicht bins ja einfach ich. Und wenn meine Entwürfe, Vorschläge und Hinweise jemandem weiterhelfen, bin ich glücklich. Oder einfach ein Gespräch mit mir. Und ein Goldnugget ist für mich doch auch mit dabei, denn ich lerne ja auch von Gesprächen und lebendigem, authentischem Austausch. Vielleicht ist es ja gar nicht das Skalieren, mit der unüberwindbaren Mauer zwischen mir und sogenannten „Leads“, sondern vielleicht will ich einfach zu Menschen sprechen. Auf Augenhöhe, weil das einfach meine Werte widerspiegelt. Keine Masche, keine Manipulation. Ich hasse es zu manipulieren, wurde ich doch selbst so oft manipuliert, dass ich das wirklich einfach verabscheue. Will ich doch trotzdem mein Herz teilen, nicht meinen Content. Entsteht der Content nicht von selbst, indem ich einfach ich selbst bin? Warum muss ich eine strategische Abhandlung machen? Das bin einfach nicht ich. Somit wäre schonmal klar, was ich nicht bin, denn seit Jahren weigere ich mich, mich mit klassischen Marketingmethoden wohlfühlen zu sollen oder diese Schranke „das muss halt so sein“ zu durchbrechen. Ich war schon immer stur, auch schon als Kind. Damit ist jetzt auch schon ein bisschen klarer, was ich bin: Stur.
Was ich auch schon immer war: Sportlich. Und als ich keinen Sport mehr machte, gings steil bergab. Der Körper signalisierte Panikattacken, bis ich aufhörte und im Rattenloch der Cooporate Career verschwand. Vielleicht dazu später mehr, in weiteren Beiträgen. Denn wo fange ich an, mit der Dynamik, richtig?
Was ich auch schon immer war: Tierlieb. Und ich habe gern eigene Tiere. Als ich keine hatte, war ich sehr traurig, „geht ja nicht“, „keine Zeit“.
„Keine Zeit für lange Zeit“ machte mich besonders traurig.
Was ich auch schon als Kind war: Hoch-feinfühlend, ich will das jetzt in kein Muster drücken, sondern einfach ausdrücken, wie ich mich daran erinnerte: Gefahr im Gedärm und quasi in der Luft, um ein gefährliches Subjekt/ Objekt herum. Viel Dunkelheit, in Träumen, Schwärze, feststecken, bedroht werden.
Räume lesen: Erkennen, wie die Stimmung einfach beim Betreten eines Raumes ist, aber nicht weg können, bleiben müssen, weil: wir müssen ja in die Schule, wir müssen auf diese Veranstaltung, etc. Dadurch entstand evtl. das starke „ich muss das jetzt aushalten“ in mir.
Ich habe die Gabe, sehr schnell zu erkennen, wie es jemandem geht. Und ich sag auch nicht, dass das immer stimmt. Doch stellen Sie fest, dass Zurückweisungen häufig aufgetreten sind, weil ich mit etwas richtig lag, ist es irgendwie zu erleichtern, denn ich sagte mir: Das ist gar nicht so, das bilde ich mir ein. Ja, ich habe eine hohe Feinfühligkeit, und diese endlich wieder ernst zu nehmen, ist ein wunderschönes Geschenk. Es ist kein Erlernen oder Entdecken, es ist ein zurückgehen, wo ich schon einmal war. Umso mehr ich es lerne zu leben, umso erfüllter bin ich.
Vielleicht reichen diese Punkte für den ersten Beitrag. Diese werden mit Sicherheit ergänzt, wenn wieder etwas in mir ins fließen kommt und raus will.
Ich verspreche, dass dieser Beitrag von mir an meinem Rechner geschrieben wurde, ohne von ChatGPT oder irgendeiner anderen KI bearbeitet zu werden.
Ich werde sicher auch Maleinflüsse haben, die beruflichen Projekte streifen, weil es ja einfach alles zusammenhängt.
Was auch vorkommen kann, das ich ganz eindeutig auf Termine wie z. B. meine Workshop-Hinweise, weil ich schließlich meine Erfahrung und mein Wissen gerne teilen werde, mit möglichst vielen Menschen diskutieren werde und dafür solltest du den Termin - logischerweise - in deinen Kalender eintragen.
Diese Beiträge werde ich vermutlich im oberen Bereich mit „enthält Werbung für meine Projekte“ bezeichnen, damit jeder entscheiden kann, ob er es trotzdem lesen will oder nicht.
Danke für deine Zeit, und dein liest. Und wenn du Nettes zu sagen hast, freu ich mich von dir zu hören.
