Zuerst dachte ich, ich werde so anfangen: Natürlich werde ich dir nur meine guten Seiten zeigen. Worin ich gut bin, was ich kann, wo meine Stärken liegen, wofür ich mich interessiere.
Doch dann hab ich gemerkt, ne das stimmt gar nicht. Ich will, dass du auch meine Schattenseiten kennst, dass du meine Verletzlichkeit siehst.
Denn ja, ich weiß, dass ich nicht nur „gut“ bin.
Solange mein Ego voll am Start war, hab ich mir eingeredet, „ich bin nur gut“. Solange das Ego hoch war, hab ich für alles Mögliche eine Rechtfertigung gefunden. Und das schlimme ist: Genau das tun Mörder auch, hab ich mal gehört. Sie finden eine Rechtfertigung für das, was sie getan haben. Vielleicht hat auch das mich dahingehend beeinflusst, überhaupt mal zu erkennen, dass ich mir da gerade ganz schön was gut rede und mir so richtig krass vormache.
Da muss ich sagen: Autsch, das tut mega weh. Da hinzuschauen und nicht aufzuhören, bis es eine andere Perspektive gibt, ist das ganz schön schmerzhaft.
Trotzdem werde ich immer wieder diese Art von „hart“ wählen. Es ist hart, immer die gleichen Muster zu wiederholen und damit die Lebenszeit zu verschwenden.
Es ist hart, sie zu durchbrechen.
Es ist hart, zu wissen, dass ich Teil eines großen Problems auf der Erde bin, einfach weil ich ein Mensch bin.
Es ist hart, im Selbstmitleid zu versinken und mich ununterbrochen mit Geschehnissen zu identifizieren, die in der Vergangenheit passiert sind.
Es ist schwer zu erkennen, dass diese Geschehnisse nur noch eine Geschichte sind, die nicht mehr existiert, außer in meinem Kopf.
Es ist leichter zu erkennen, dass ich daran nicht festhalten muss. Und es ist so einfach, dass diese Geschichten nun alle in der Pipeline sind und erzählt werden wollen.
Vielleicht war ich vor ein paar Jahren noch nicht so weit, als ich anderen mit meinen Geschichten helfen wollte, oder dazu verhelfen wollte, einen Perspektivenwechsel einzunehmen. Vielleicht hab ich mich noch zu sehr damit identifiziert. Und ich wurde überwältigt - meist von Angst.
Ich hatte dann wohl noch nicht die Energie, die Geschichte in der Welt zu tragen - und sie damit loszulassen. Und jetzt sind sie alle da: Die Geschichten aus meiner Vergangenheit, die bereits geschriebenen Kurzgeschichten, die Roman-Ideen - die natürlich nichts mit mir, meiner Geschichte, meinen Ahnen, meinem Lebensweg, meinen Lovestories ( ) zu tun haben
Wie immer: Text auf meiner Tastatur, keine KI. Danke fürs Lesen.
Lasst uns echt sein. Keine Masken mehr. Die Zu-Friedenheits-Rebellion hat begonnen, wir sind alle Teil davon. Deshalb hast du bis hierher gelesen. Lasst uns Frieden, Zufriedenheit, Liebe leben. Es fängt mit uns an. Heute, im Bäcker, im Treppenhaus, im Supermarkt, am Esstisch.
In Liebe und Verbundheit, Katharina
Januar 30
Guter Mensch oder Gutmensch?
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